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Trendhund Mops - Ein Hund ist kein Accessoire!

Es gibt Hunderassen, denen ein bestimmtes Image vorauseilt. Ein Hauch von Luxus, gepaart mit lustigem Charme und Niedlichkeit, umgibt seit Jahrhunderten den Mops. In der letzten Zeit erfreuen sich Möpse wieder zunehmender Beliebtheit – kein Wunder, dass hier auch Massenzüchter ein großes Geschäft vermuten und auf die Vermehrung der kleinwüchsigen Rasse setzen.

So kommen seit Monaten immer mehr Möpse zu Retriever in Not e.V. / Liberty for dogs. Gerade erst hatte der Verein einige Hunde aus einer völlig heruntergekommenen Vermehrung in Tschechien übernehmen können: In einer baufälligen Scheune, kaum beheizt und fast gar nicht beleuchtet, lebten unzählige Vertreter der verschiedensten „Moderassen“, darunter Bulldoggen und Möpse. Gerade bei den kleinwüchsigen Hunderassen boomt der Billigmarkt. Sie benötigen kaum Platz, sind notfalls in kleinen Kennels unterzubringen (siehe auch unser Bericht über Käfighunde) und lassen sich gut verkaufen – denn auch für viele Käufer dieser Welpen ist offensichtlich die Frage der Größe entscheidender als die sehr unterschiedlichen Wesensmerkmale und Bedürfnisse dieser Rassen.

Wer sich einen Mopswelpen aus einer guten Zucht anschaffen möchte, zahlt auch heute einen sehr hohen Preis dafür und muss möglicherweise viel Geduld mitbringen: Die Wartelisten der Züchter sind lang. Für viele Welpenkäufer ist das undiskutabel. Auch den Schoßhund der Luxusklasse soll es zum Schnäppchenpreis geben. Und es muss schnell gehen, einige Monate oder sogar ein Jahr warten, kommt für sie gar nicht in Frage. Was vielen Welpenkäufern dabei nicht klar ist, sind die Bedingungen, unter denen die Jungtiere aufwachsen. Denn die billigen kleinen Welpen, die man im Hundehandel, auf dem Flohmarkt oder günstig im Internet kaufen kann, kommen aus Massenzuchten, in denen es nicht um die Gesundheit der Tiere, sondern nur marktgerechte Produktion geht. Egal ob in Deutschland, Belgien oder in Osteuropa, in all diesen Betrieben geht es nur um schnellen Profit.

Da der Mops nicht nur ein charmanter Schoßhund, sondern vielmehr ein ausgeprägter Individualist ist, braucht er von klein auf viel Aufmerksamkeit und Zuwendung und gehört besonders in den ersten Wochen seines Lebens in „mopserfahrene“Hände, die ihn richtig fördern. In den Welpenfarmen, wo die Hundebabies fast fließbandartig produziert werden, ist dafür überhaupt keine Zeit. In vielen Fällen werden die kleinen Hunde viel zu früh von ihren Müttern weggenommen, kaum dass sie nicht mehr gesäugt werden müssen. Um die wichtige Spiel- und Sozialisationsphase der kleinen Hunde kümmert sich niemand. Gerade in dieser für das spätere Hundeleben so wichtigen Prägephase sind die kleinen Tiere stattdessen sich selbst überlassen und warten meist in irgendwelchen Verschlägen, Kisten oder Pappkartons auf einen Käufer.

Doch nicht nur das Wesen der kleinen Mopshunde leidet in der Massenzucht. Neben den für alle Vermehrerwelpen typischen Hundekrankheiten wie Parasitenbefall und starke Verwurmung häufen sich gerade bei den Möpsen spezielle Kurzschnauzen-Krankheiten, da in den Welpenfarmen auf den Gesundheitszustand der Elterntiere kaum geachtet wird. Möpse sind sehr anfällig für Augenkrankheiten, etwa Rolllider, und neigen auf Grund ihres oft zu gedrungenen Körperbaus zu Atemwegserkrankungen, die sich aus einer Verkrümmung der Luftröhre, zu engen Nasenlöchern oder einem zu langen Gaumensegel ergeben können. Die Rasse führt die wissenschaftliche Statistik mit an, wenn es um die Häufigkeit von Hüftgelenksdysplasie (HD) geht – eine Gelenkserkrankung, die eigentlich eher von großen Hunderassen bekannt ist. Auf Grund ihres geringen Gewichts bleibt die Erkrankung oft sehr lange ohne Symptome und wird häufig nicht als solche erkannt. Probleme mit der Patella, dem Kniegelenk, beeinträchtigen das Laufverhalten der Mopshunde dagegen sichtbar. Dass in fast allen Massenzuchten die Pflege der Hunde zu kurz kommt, ist gerade für Hunde mit Falten besonders problematisch. Viele Möpse aus Vermehrerfarmen sind von Demodex-Milben befallen und leiden noch lange an schweren Hautinfektionen, die nur durch gute Pflege wieder in den Griff zu bekommen sind.

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Oddie
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Pearlie

Oddie, Jack, Gemma, Evelein, Eigy und Pearlie warten in ihren Pflegefamilien noch auf eine eigene Familie.
Mehr Informationen finden Sie auf unserer Notfälleseite und in ihren Tagebüchern.

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