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06.08.10

Jeder Hund ein Unikat

Mixe mit Vorgeschichte


28.07.10

Der besondere Notfall

Charlie, Elene und Jerry suchen ein endgültiges Zuhause!


15.07.10

Spuren in die Freiheit

TRACES-Transporte für unsere Notfallhunde


04.05.10

Vittoria und Ebba

Begleitung auf dem letzten Weg


22.03.09

Pflegefamilien gesucht!

Begleiten Sie unsere Notfallhunde in ihr neues Leben


Um die Zahl der in Not geratenen Retriever nicht noch weiter ansteigen zu lassen, ist es sehr wichtig, dass Personen, die einen Retriever-Welpen in ihrer Familie aufnehmen wollen, die Entscheidung gut überlegen und sich umfassend informiert auf die Suche nach einem Welpen und vor allemeinem seriösen Züchter begeben!


Im Folgenden haben wir hier einige Texte eingestellt, die hierfür Hilfestellung und Informationen geben können. Bitte nehmen Sie sich die Zeit, diese Texte zu lesen, auch wenn sie etwas umfangreicher sind.


Bevor Sie einen Retriever-Welpen kaufen sollten Sie sich selbst die folgenden Fragen stellen:


Bin ich darauf vorbereitet.......

  • für diesen Hund und alle seine Bedürfnisse die volle Verantwortung während der nächsten 10-15 Jahre zu übernehmen? Dies ist KEINE AUFGABE für Kinder!
  • die beträchtliche Menge an Zeit und Geduld zu investieren, die nötig ist, um den Hund zu einem guten Begleiter auszubilden (das passiert nicht von selbst !!!!!) ?
  • mich über die korrekte Versorgung des Hundes zu informieren, über angemessene Trainingsmethoden und darüber, wie man ihn pflegt? (Es gibt viele gute Bücher zu diesen Themen, lesen Sie ein paar vor dem Kauf!)
  • mir einen Jagdhund (denn der Retriever ist eine Jagdhundrasse) ins Haus zu holen? Seine Vorfahren wurden dafür gezüchtet, den ganzen Tag lang ihre Aufgaben beim Apportieren von geschossenem Wild zu erfüllen. Die dafür erforderliche hohe Aufmerksamkeit und Arbeitsfreude steckt auch heute noch in den Hunden. Sie brauchen deshalb körperliche und vor allem auch geistige Beschäftigung. Unterforderte Retriever können schnell hochgradig destruktiv werden, so dass sich ihrer Besitzer mit den Hunden überfordert fühlen!
  • den Hund immer sicher unterzubringen – kein Streunen, kein Leben als Kettenhund, aber ein solider Zaun um das Grundstück?
  • dass der Hund genug Zuwendung und Bewegung bekommt? Retriever-Welpen brauchen Aufsicht, Föderung und Erziehung; und das viele Stunden am Tag und jeden Tag!
  • die Geduld aufzubringen, die nötig ist, um die Herausforderungen des Welpen- und Heranwachsendenalters (das bis zu 3 Jahren dauern kann) zu akzeptieren (und zu genießen), und auch jeden anderen Lebensabschnitt angemessen mitzuerleben?
  • mit starkem Haaren, ins Haus mitgebrachtem Schlamm, Herumschleppen von Gegenständen, engem Körperkontakt und hoher Aktivität des Hundes für die nächsten 10 - 15 Jahre zu leben?
  • Geld auszugeben, um die notwendige tierärztliche Versorgung für das ganze Leben sicherzustellen? Dies beinhaltet regelmäßige Wurmkuren und Impfungen, Röntgenuntersuchungen der Hüften und Ellbogen, jährliche Vorsorge-Untersuchungen, aber sicher auch viele andere erforderliche Behandlungen im Laufe eines Hundelebens.
  • mir klarzumachen, dass die Kosten der Anschaffung eines Welpen nur ein Bruchteil der Gesamtkosten ausmachen, und dass diese bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 12 Jahren für einen mittelgroßen Hund über 10.000 Euro betragen werden?
  • dass der Hund auch in Zeiten von Urlaub, Krankheit oder sonstigen Verhinderungen ordentlich versorgt werden kann? Trägt die ganze Familie die Anschaffung mit, oder gibt es Familienmitglieder, die sich dagegen wehren?
  • den Züchter informiert und auf dem Laufenden zu halten über die Erfolge meines Hundes und auch über mögliche Probleme? Meine Fragen dem Züchter oder einem anderen Hundeexperten vorzulegen, bevor sie zu Problemen werden und der Hund außer Kontrolle gerät?
  • die Verantwortung für den Hund auch weiterhin zu übernehmen, wenn sich unausweichliche Veränderungen der eigenen Lebensumstände ergeben (ein neues Baby, Kinder gehen aus dem Haus, Wohnungswechsel oder Rückkehr in den Beruf)?

Wenn Sie ALLE genannten Fragen mit JA beantwortet haben, sollten Sie anfangen, sich nach einem guten Züchter umzuschauen. Beginnen Sie frühzeitig damit, denn die meisten seriösen Züchter haben eine Warteliste zwischen einigen Monaten und ein paar Jahren. Denken Sie daran, dass der richtige Welpe es wert ist, dass Sie auf ihn warten!

Welpen

Sie sollten beim Kauf eines Retrievers unbedingt darauf achten, dass der Hund Papiere hat, die von einem dem Verband für das Deutsche Hundewesen (www.vdh.de) angehörenden Zuchtverein ausgestellt wurden. Warum halten wir das für so wichtig? Es gibt zwei wesentliche Gründe dafür, dass wir VDH-Papiere (für in Deutschland gezüchtete Hunde) oder VDH-anerkannte Papiere (für ausländische Hunde) für unerlässlich halten.

Der unkontrollierter Hundehandel ist für die Hunde, ihre Besitzer und die gesamten Rassen die schlimmste Geißel. Die »Produktion« von Welpen in Wurfanstalten, die unablässige Ausnutzung der Mutterhündinnen bis zu deren totaler Erschöpfung, das Nichtbeachten der hygienischen Mindestvoraussetzungen, eine fehlende Welpensozialisierung und die viel zu frühe Trennung der Welpen von Mutter und Geschwistern führt zu unsagbarem Unglück bei den betroffenen Hunden. Nicht selten sind solche Welpen ir Leben lang krank oder kränklich und unfähig eine Bindung zu einem Menschen aufzubauen. Leider besteht zwischen den Hundehändlern und den Züchtern, die sich nicht den Vorschriften des VDH unterstellen (»Schwarzzüchter«), eine oft enge Verbindung. So kaufen manche dieser Züchter Welpen vom Hundehändler zu, um ihre vielleicht tatsächlich vorhandenen Würfe »aufzustocken«. Dass dies in betrügerischer Absicht geschieht, ist klar: Der Welpenkäufer kann im Nachhinein nicht mehr feststellen, wer die Vorfahren seines Hundes, ja nicht einmal, wer seine Mutter ist. Stellt er das später fest und bemüht sich, etwas über den Hintergrund seines Hundes in Erfahrung zu bringen, so wird er oft merken, dass ihm sein »Züchter« alle notwendigen Informationen verweigert. So wird in vielen Fällen der Kontakt der Welpenkäufer untereinander peinlich vermieden, damit diese nicht gemeinsam gegen den Züchter vorgehen können.

Dem kommerziellen Hundehandel muss - vor allem zum Wohl unserer Hunde und aus tierschützerischen Gründen - mit allen Kräften Einhalt geboten werden.

Solche Zuchten, in denen ohne erkennbare betrügerische Absicht, aber auch ohne irgendwelche Einsichten in die Bedingungen und Notwendigkeiten der Zucht einfach Hunde vermehrt werden (sonst würden sich die »Züchter« ja nicht den am Tierschutzgesetz orientierten, strengen Zuchtbestimmungen der VDH-Zuchtvereine entziehen), schaden ebenfalls dem Wohl unserer Rassen. Das hängt mit dem Prinzip der Hundezucht zusammen. Zucht heißt nicht blindes, unkontrolliertes Hundevermehren, egal ob aus emotionalen oder wirtschaftlichen Gründen. Die Reinzucht einer Rasse besteht ja gerade darin, dass über viele Generationen hinweg immer nur Hunde mit robuster Gesundheit und mit den für die Rasse erwünschten Eigenschaften ausgewählt und zur Zucht verwendet werden. Die verwendeten Linien und ihre Eigenschaften, die Gesundheitswerte und die Prüfungsergebnisse aller Ahnen und Nachkommen müssen selbstverständlich lückenlos dokumentiert sein, damit eine positive Wirkung der Zucht auf die Rasse überhaupt möglich ist. Kein Tier, das den Zuchtbestimmungen nicht entspricht, darf zur Zucht zugelassen werden.

  • Nur VDH-Papiere bieten Gewähr dafür, dass die in ihnen dokumentierte Abstammung für den Hund auch den Tatsachen entspricht, da die zuchtbuchführende Stelle eine unabhängige Instanz ist. Viele andere »Zuchtvereine« geben Blankoformulare aus, die vom Züchter selbst nach seinen Wünschen ausgefüllt werden. Da findet man dann Angaben über Elterntiere, die zum Zeitpunkt des Deckens nicht mehr lebten, oder ein bekannter Rüde taucht plötzlich als Muttertier auf. Wer sicher sein möchte, dass die in der Ahnentafel seines Hundes aufgeführten Vorfahren auch tatsächlich die Vorfahren seines Hundes sind, muss einen Hund von einem VDH-Züchter erwerben. Da die Zuchtbücher der VDH-Retrieververeine geschlossen sind, ist es nicht gestattet, andere Rassen, die unter Umständen bei Retrievern unerwünschte Eigenschaften einbringen, einzukreuzen (z. B. können bei Welpen aus einer Paarung von blondem Hovawart und Golden Retriever unerwünschte Schärfe und Aggression auftreten; diese Welpen sind aber vom Welpenkäufer u. U. nicht als Rassemischlinge zu identifizieren).

  • Die dem VDH angeschlossenen Zuchtvereine kontrollieren ihre Züchter und deren Zuchtstätten. Die Züchter müssen Sachkenntnisse medizinischer und allgemein kynologischer Art nachweisen sie müssen auch nachweisen, dass sie in der Lage sind, für eine optimale Entwicklung und vor allem Prägung und Sozialisierung der Welpen zu sorgen, solange diese noch bei der Mutterhündin sind. Die Zuchtstätten müssen nicht nur den gesetzlichen Bestimmungen genügen, sondern es werden auch hohe Ansprüche an Platz und Ausstattung gestellt. Jeder Zwinger wird vor seiner Zulassung kontrolliert. Der Züchter ist verpflichtet, seinen Welpenkäufern alle verfügbaren Informationen über den Welpen weiterzugeben; er wird sich darüber hinaus weiter selbst verpflichten, »seine« Welpenkäufer während des gesamten Lebens der von ihm gezüchteten Hunde mit Rat und Tat zu unterstützen.

  • Die dem VDH angeschlossenen Zuchtvereine sind verpflichtet, ihren Züchtern bestimmte Mindestauflagen zu machen; hinsichtlich der für eine Zuchtzulassung notwendigen gesundheitlichen Untersuchungen ihrer Zuchttiere. Im DRC bedeutet das, dass der Hund an Hüftgelenken und Ellbogen geröntgt wird und dass diese Röntgenaufnahmen durch einen hierfür vom Verein bestellten Gutachter beurteilt und klassifiziert werden. Es kommt häufig vor, dass der Röntgen-Tierarzt selbst eine vom Gutachter abweichende Einschätzung abgibt, wodurch eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse nicht möglich ist. Nur begutachtete Ergebnisse sind vergleichbar und damit auch aussagefähig.

  • Zusätzlich zu Hüftgelenken und Ellbogen müssen Zuchttiere jährlich auf erbliche Augenkrankheiten untersucht werden.

  • Speziell für die Retrieverzucht gilt: die VDH-Vereine verlangen von ihren Zuchttieren einen Wesenstest. Es soll gewährleistet sein, dass nur sichere, nicht aggressive, freundliche, schussfeste Retriever mit dem typischen Wesen in die Zucht gelangen. Die meisten Retriever, mit denen außerhalb des VDHs gezüchtet wird, waren selbst - oder ihre Vorfahren - Hunde mit VDH-Papieren, die jedoch die Zuchtzulassung aus Gesundheits- oder Wesensgründen nicht erhalten haben. Wenn mit solchen Hunden dennoch gezüchtet wird, ist dies für die Rasse selbstverständlich von Schaden, da die Gefahr des Verlusts rassetypischer Eigenschaften groß ist. Dies zeigt sich leider immer häufiger in Berichten über aggressive, sogar dem Menschen gegenüber bissige und unerziehbare Retriever - sehr zum Schaden des Ansehens unserer Retrieverrassen.
    Nach Lesen dieses Textes sollte schon einiges klarer geworden sein.

Woher kommt mein Labrador?

Bevor Sie dem ersten süßen Welpengesicht das Sie sehen, nicht mehr widerstehenkönnen, sollten Sie sich die Zeit nehmen, schon beim allerersten telefonischen Kontakt mit dem Züchter vorab einige Fragen zu stellen – schließlich wollen Sie ein neues Familienmitglied für die nächsten 10–15 Jahre zu sich nehmen. Vielleicht finden Sie keinen Züchter, der 100% aller der unten genannten Kriterien erfüllt, aber wenn Sie mehr als 1 oder 2 negative Antworten bekommen, sollten Sie es lieber bei einem anderen Züchter versuchen.
Vielleicht kennen Sie jemanden, der schon einen „Billig“-Welpen ohne Papiere oder aus einer „Welpen-Fabrik“ hatte und damit sehr glücklich war. Sicherlich gibt es diese Fälle. Dennoch: In unkontrollierten Zuchter treten erwiesenermaßen häufiger Wesensproblem (von Aggressivität über Scheue bis zu Hyperaktivität) auf und ist mit höheren Graden von Hüft- oder Ellenbogendysplasie oder anderen erblich bedingten Krankheiten zu rechen.

Es gibt ernsthafte Gesundheits- und Wesensprobleme in der Rasse; verantwortungsbewusste Züchter wissen darum. Sie tun alles Menschenmögliche, um diese Probleme zu vermeiden, indem sie Ahnentafeln studieren und die Elterntiere vor dem Zuchteinsatz auf bestimmte Erbkrankheiten tierärztlich untersuchen zu lassen, hinzu kommt die Wesens- und Formwert-Beurteilung durch speziell geschulte Richter. Hierüber gibt es Beurteilungs-Papiere, und gute Züchter sind stolz darauf, sie ihren Welpeninteressenten vorzuführen.
  

Die Züchter, deren Namen in der Welpenliste des DRC, LCD oder GRC erscheinen, haben nach strengen Kriterien (Gesundheit, Wesen, Formwert) ausgesuchte Zuchttiere; die Aufzuchtsbedingungen und die Welpen selbst werden ebenfalls vor Abgabe an die Käufer von einem Zuchtwart kontrolliert.

Hier ist eine Liste von Fragen, mit denen Sie sich vor Abschluss eines Welpen-Kaufes beschäftigen sollten:

Wie sind Sie an die Adresse eines bestimmten Züchters gekommen? Seriöse Züchter haben meist eine Warteliste von Welpen-Interessenten, und sie haben es deshalb nicht nötig, in der Wochenendzeitung zu inserieren oder ein Schild in den Vorgarten zu stellen.

Haben beide Eltern offizielle (in Deutschland für die Labradors des LCD von der Universität Gießen ausgestellte) Befunde für Hüften und Ellbogen ? Lassen Sie sich die Befunde zeigen. Die Aussage: „Mein Tierarzt hat gesagt, die Hüften sehen gut aus“ reicht nicht! Haben beide Eltern offizielle, von einem speziell dafür zugelassenen Tierarzt ausgestellte Augen-Untersuchungsbefunde mit dem Ergebnis „vorläufig frei“ ? Die Augenzertifikate gelten immer nur 1 Jahr und müssen am Decktag noch Gültigkeit haben. Lassen Sie sich die Zertifikate zeigen.Auch hier die Aussage „Mein Hund sieht alles“ reicht nicht! Haben auch die Großeltern, Geschwister der Eltern, frühere Würfe solche Zertifikate? Verantwortungsbewusste Züchter informieren sich über solche Befunde; sie werden sich mit Ihnen auch über Probleme in ihren Blutlinien unterhalten und Ihnen erklären, was sie zu deren Bekämpfung unternommen haben.

Wie oft wird die Hündin gedeckt? Hat sie mehr Würfe als einen Wurf pro Kalenderjahr, so besteht der dringende Verdacht, dass Sie an eine profit-orientierte Welpenfabrik geraten sind.

Was waren die Gründe für die Auswahl dieses bestimmten Deckrüden? Wenn die Antwort lautet „weil er gerade um die Ecke wohnt“ oder „weil er so ein süßes Wesen hat“, kann es sein, dass der Züchter nicht sehr viele Gedanken in diesen Wurf investiert hat.

Erklärt Ihnen der Züchter, welche Bedeutung HD und ED haben, und besteht er darauf, dass Sie Ihren Welpen auf HD und ED untersuchen lassen, wenn er ein Jahr alt ist, und dass Sie ihn zu einem Wesenstest vorführen? Ein Züchter, der das tut, ist wahrscheinlich ein verantwortungsbewusster Züchter, dem die Kontrolle seiner Nachzucht am Herzen liegt.

Garantiert Ihnen der Züchter, dass er den Hund jederzeit zurücknehmen wird, wenn Sie ihn nicht mehr behalten können? Das ist ein zentraler Punkt für verantwortungsvolles Züchten.

Macht der Züchter den Eindruck, dass er viel über die Rasse weiß ? Nimmt er an Wettbewerben/Ausstellungen/Prüfungen mit seinen Hunden teil? Kann er Ihnen alle Fragen beantworten, die Sie über das Leben mit Ihrem Hund haben? Ist er jemand, dem Sie ohne Bedenken solche Fragen stellen können, oder geht er gleich in die Luft, wenn Sie genauer nachfragen?

Können Sie Vater und Mutter der Welpen ansehen? Wenn der Vater nicht beim Züchter lebt - können Sie die Anschrift seiner Besitzer bekommen und ihnen Fragen zu ihrem Hund und seiner bisherigen Nachzucht stellen? Gibt es Fotos oder ein Video von ihm? Wenn Sie die Mutter nicht sehen dürfen, besteht der Verdacht, dass man Ihnen zugekaufte „Händler-Welpen“ mit einer völlig unbekannter Vorgeschichte anbietet.
Wo werden die Welpen aufgezogen – in Haus und Garten, oder in einem Zwinger, einem Stall oder einem Hinterhof?

Ist der Züchter informiert über Welpenaufzucht, kritische Perioden der Wesensentwicklung, eine korrekte Sozialisierung? Welpen, die ohne ausreichenden Kontakt mit freundlichen Menschen und ohne eine große Zahl von optischen und akustischen Einflüssen aufwachsen, oder die vor dem Alter von mindestens 7 Wochen von der Mutter und den Wurfgeschwistern entfernt wurden, können ein breites Spektrum von Verhaltensstörungen entwickeln.

Bekommen Sie beim Züchter eine Ahnentafel, einen Kaufvertrag, Kopien von den Gesundheitszertifikaten der Eltern und ausführliche Anleitungen zu Fütterung und Aufzucht des Welpen ?

Wie benimmt sich die Mutterhündin gegenüber Besuchern? Ist sie freundlich, kontaktfreudig-verschmust und aufmerksam? Wenn sie sich ängstlich in eine Ecke zurückzieht, sich nicht anfassen lässt, oder gar knurrt und Aggressionen zeigt, so sind das völlig untypische Verhaltensweisen für Retriever; hier müssen sie damit rechnen, einen verhaltensgestörten Welpen zu bekommen!

Wie benehmen sich die Welpen gegenüber Besuchern? Retriever-Welpen sollten ausgesprochen neugierig und kontaktfreudig sein. Scheue, ängstliche Welpen, die sich versuchen vor Menschen zu verstecken, werden niemals gute, belastbare Familienhunde werden.

Sind die Welpen mehrfach entwurmt, tierärztlich untersucht und geimpft, bevor sie dem Käufer übergeben werden?

Hat der Züchter mehr als 2 Rassen oder mehr als 2 Würfe gleichzeitig ? Werden mehrere Rassen gehalten, so besteht die Möglichkeit, dass der Züchter sich um die Details einer einzelnen Rasse weniger kümmern kann. Gibt es viele Würfe gleichzeitig, so hat der Züchter kaum Zeit, dem einzelnen Welpen die individuelle Aufmerksamkeit zu schenken, die er braucht, und es besteht die Möglichkeit, dass hier das Hauptmotiv für das Züchten vor allem im Geldverdienen liegt.

Ist der Züchter Mitglied im Zuchtverband speziell für diese Rasse, oder züchtet er in einem Club, der alle Hunderassen betreut? Sichert der Züchter Ihnen schriftlich zu, dass der Welpe Ahnentafeln hat, die vom VDH anerkannt sind?

Fühlen Sie sich bei diesem Züchter gut aufgehoben? Schließlich beginnen Sie ja eine Beziehung für die nächsten 10 Jahre oder mehr. Fühlen Sie sich eingeschüchtert oder unter Druck gesetzt? Wenn das so ist, suchen Sie weiter!

Bilder nach der Kastration einer Zuchthündin

Anzeigen: Sonntags in der Tageszeitung

Nimmt der Wunsch nach einem Hund Formen an, ist es durchaus verständlich, dass man diesen so schnell wie möglich in die Familie aufnehmen möchte. Man liest Anzeigen in Tageszeitungen; speziell am Wochenende sind solche Anzeigen haufenweise zu finden. Auf eine solche Anzeige zu reagieren, davon können wir Ihnen nur abraten. Hierbei handelt es sich normalerweise um Welpen aus unkontrollierten Zuchten.
Gute Züchter aus den o.g. Vereinen haben es nicht nötig ihre Welpen meistbietend an den ‚Mann’ zu bringen, sie sind oft schon bei Geburt der Welpen gut mit Welpenkäufern versorgt. Wenn Sie o.g. Texte ganz bewusst und mehrmals gelesen haben, wissen Sie sicher, dass, sollte man Ihnen einen Retriever unter dem Preis von 1000,00 € anbieten, er nur aus einer unkontrollierten Vermehrerstätte kommen kann ! Die Differenz im Preis werden sie mehrfach nachzahlen müssen, bis sie evtl., wenn überhaupt, einen einigermaßen gesunden Hund ihr eigen nennen dürfen.
Derartige Anzeigen von Welpenverkäufern stammen meist von Händlern, die Hunde aus vielen Ländern in Europa ankarren; eine alte ausgediente Mutterhündin in Ihrem Haus beherbergen, um so den Eindruck zu vermitteln, es handele sich um die Mutter der Welpen !

 

Weitere Informationen zu Thema Welpenkauf finden Sie in unserer Broschüre Augen auf beim Welpenkauf.