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Bummie erzählt:

Ich bin eine Lhasa Apso Hündin, die man im Tierheim „Bummie“ getauft hat. Im September 2008 wurde ich geboren. Die Menschen wissen es nicht, doch ich hatte eine glückliche Jugend. Irgendwann lies mein Augenlicht nach—und die Hölle begann.

Ich kam aus einem zärtlichen Zuhause zu Menschen, die grob zu mir waren, Menschen, die mich zwangen, mit einem Rüden zusammen zu sein. Ich bekam Welpen—ich hatte sie nicht lange. Selbst als ich noch Milch für sie hatte, nahmen sie mir meine Welpen weg. Ich habe getrauert—doch bald bekam ich wieder Welpen. Auch die nahm man mir wieder weg. Beim nächsten Rüden bekam ich keine Welpen mehr, auch nicht beim übernächsten, und auch nicht bei dem danach. Weshalb soll ich Welpen bekommen, wenn ich sie nicht aufziehen darf? Sie haben mich danach in Ruhe gelassen, doch das hatte seinen Preis.

Futter bekam ich nur noch so viel, dass ich nicht sterben konnte. Manchmal frass ich meinen Kot, da ich so sehr Hunger hatte. Doch wenn es Futter gab, fraß ich es. Ich hatte Hunger, manchmal fraß ich einfach Dreck.  Ich habe mich an die Einsamkeit und den Hunger gewöhnt, und ich überlebte. An irgendeinem Tag haben sie mich wieder geholt. Ich wollte keine Welpen mehr!

Ich wurde in eine Kiste gepackt, an einen anderen Ort verfrachtet. Er roch anders, anders als der Ort, an dem ich gelebt habe. Dort haben sie mich Bummie gerufen. Ich bekam zu Fressen, richtiges Fressen, von dem ich Durchfall bekam. Mein Körper war es nicht mehr gewöhnt.

Dann wurde ich wieder in eine Kiste gepackt, die sich bewegte. Dort saß ich, bis ich einschlief. Dann bewegte sich die Kiste nicht mehr, und ich kam in eine ganz große Kiste, die sich auch bewegte. Und nocheinmal in eine andere Kiste. Und dann in eine Kiste, sich auch bewegte. Als diese dann irgendwann nicht mehr schaukelte, wurde ich in etwas gesetzt, das ganz weich war. Es roch hier nach Hunden—aber nicht so, wie früher. Es roch anders—irgendwie so, wie in meiner Jugend, dennoch anders. Es kam ein Rüde auf mich zu—er war ein Rüde, das wusste ich, aber er roch nicht wie ein Rüde. Dann kam ein Weibchen, es roch wie ein Weibchen, aber nicht ganz so. Dann kam wieder ein Rüde, der roch wie ein Welpe. Den mochte ich sofort.

Ich wurde von Menschenhänden hochgehoben, die nicht grob waren. Es war ungewohnt und erinnerte mich an meine Jugend. Sie setzten mich vor Fressen. Ich konnte einfach nicht widerstehen und fraß. Dann trugen sie mich. Ich fühlte weiches, feuchtes Gras unter mir. Und ich erinnerte mich: hier kann ich mich lösen. Sie hoben mich wieder hoch, und ich hatte keine Angst. Ich erinnerte mich—zarte Hände, die liebkosen. Dann wurde ich nass. Ich kenne den Regen, doch dies war warmer Regen, ich wurde gekrault, warmer Regen, gekrault, warmer Regen. Wo bin ich hier? Ich hielt einfach still, da ich nicht wusste, was mit mir geschieht. Dann kam warmer Wind, und ich hielt still. Still halten hat mir immer geholfen, wenn ich mich wehrte, tat man mir weh.

Mein Leben jetzt ist wie in meiner Jugend. Keine lauten Stimmen, keine groben Hände, Zärtlichkeit und Streicheln. Futter, das mir schmeckt, so lange und so viel ich möchte. Ich habe es gut. Ich muss nicht frieren, ich kann mich auf Decken legen, es gibt weiche Körbchen, es gibt einen Käfig, der sehr groß ist, in dem Bäume wachsen, Erde ist und Gras in dem ich mich wälzen kann, der so groß ist, dass ich ihn immer wieder erforschen will. Alles ist gut.

Und trotzdem fühle ich mich nicht zu Hause. Der Rüde, der keiner ist, will mich nicht.

Ich bin traurig, obwohl ich mich hier gut fühle. Ich weiß einfach, es kann noch besser werden.

Menschen sagen „Träume sind Schäume“...den Satz verstehe ich nicht. Ich glaube an meinen Traum: Ich glaube daran, dass ich die Geborgenheit und die Liebe meiner Jugend finde. Bei Menschen, die mich lieben, so wie ich bin.

Autor: Pflegestelle Bummie

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Rodina – eine berührende Geschichte!

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Mit diesem Bild wurde Rodina´s berührende Geschichte in unserer Notfall-Vorschau eingeleitet:
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Was Rodina nun braucht, sind ganz viele gedrückte Daumen und gute Wünsche für die OP!
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Ziemlich blöd ist, dass mein Ballen an meinem operierten Fuß mir Probleme bereitet. Leider hatte sich da durch den Verband eine große Blase gebildet. Die ist nun weg, aber die Pfote ist offen und wund.
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Rodina im Glück - Sie darf bleiben!

Ende Juli bekamen wir aus unserem Partnertierheim in Bratislava die Meldung, dass dort eine schwarze Labrador-Hündin mit einer ganz besonderen Geschichte angekommen war ….
Rodina kam mit schwer verletzten Hinterläufen im Tierheim an, konnte nicht laufen, sich nur mühsam mit den Vorderläufen vorwärts ziehen.

Wir brachten in Erfahrung, dass Rodina bei einer Familie gelebt hatte. Sie war dort wohl vor gut einem Monat entlaufen und kam nach Wochen abgemagert und mit verletzten Hinterläufen wieder nach Hause zurück. Aufgrund der offensichtlich anstehenden kostenintensiven Behandlung der Hündin, brachte die Familie sie ins Tierheim.

Schnell war hier bei Retriever in Not klar: dieser Hündin muss geholfen werden.

Und schon kurz nach der Vorstellung von Rodina in der Notfall-Vorschau trudelten die ersten Unterstützungsangebote in Form von Pflegekörbchen, Patenschaft und so weiter ein. Bereits mit der Tour am Wochenende 02./03.08.2014 konnte Rodina nach Deutschland kommen. Sie befindet sich nun in tierärztlicher Behandlung.

Inzwischen wissen wir, dass sie einen ca. 4 Wochen alten Bruch unterhalb des Sprunggelenkes hat und dass die Knochen leicht verschoben sind.

Rodina wird in den nächsten Tagen noch in einer Tierklinik vorgestellt werden, um eine zweite Meinung zu erhalten. Anschließend werden wir bezüglich der weiteren Behandlung eine Entscheidung treffen.

Und wir werden alle Menschen, die von dieser Geschichte und dem Bände sprechenden Blick dieser wunderschönen Hündin berührt sind, auf dem Laufenden halten. Versprochen!

Rodina, wie es weitergeht mit dieser schwarzen Perle
- Teil 2 -

Am Mittwoch, 20.08.2014, morgens zwischen 8.00 und 8.00 Uhr ist es nun endlich so weit: Rodina wird in der Tierklinik Kaiserberg operiert.

Dann wird sie ihre derzeitige Schiene los, die ihr leider ziemliche Probleme bereitet. Durch die Schiene steht und geht sie ziemlich "schief" und das Material reibt dazu noch an ihrem Bein. Den anderen Hinterlauf möchten sich die Ärzte in der Tierklinik auch genauer ansehen, denn auch dieses Bein scheint nicht wirklich in Ordnung zu sein.

Über den Verlauf und die Prognose werden wir hier wieder berichten...

Rodina - die schwarze Perle auf einem guten Weg - Teil 3 -

Rodina wurde am Mittwoch operiert. An ihrem linken Hinterlauf waren alle drei Knochen unterhalb des Sprunggelenkes gebrochen. Es hatte sich eine Entzündung gebildet, die während der Operation entfernt wurde, die Knochen mussten verdrahtet und mit einem externen Fixateur fixiert werden.

Der rechte Hinterlauf wurde geröntgt - zum Glück ist hier der Knochen nicht verletzt.Rodina durfte am Mittwoch Abend wieder nach Hause in ihre Pflegestelle und erholt sich dort nun langsam von den Strapazen der OP.Rodina, diese wunderschöne, schwarze Labbi-Dame, ist auf dem direkten Weg ins Glück!

Wir von Retriever in Not wünschen weiterhin "Gute Besserung" und werden hier über die Fortschritte berichten.

Rodina - Die schwarze Perle auf einem guten Weg - Teil 4

Ein Tag in meinem Leben

So, Ihr Lieben da draußen, die Ihr hier immer lest und Euch fragt, wie es mir wohl gerade geht....

Heute übernehme ich das Erzählen mal selbst, denn es geht um mich - um meinen ganz persönlichen Tagesablauf hier bei meiner Pflegefamilie.

Aber zuerst mal das hier, damit Ihr einen Eindruck davon bekommt, was für einen Klumpfuß ich zur Zeit habe:
Dieses Ding da, das so wunderschön silbern glitzert, behindert mich doch ziemlich. Daher ist meine Bewegungsfreiheit "etwas" eingeschränkt und vom Flitzen über schöne Wiesen und vom Schwimmen in einem tollen Teich kann ich derzeit nur träumen. - Aber ich weiß, ich werde das wieder genießen können, wenn ich erst ganz gesund bin.

Jetzt schweife ich vom Thema ab, denn ich wollte Euch ja von meinem Tagesablauf berichten:

Morgens um 7 Uhr geht hier der normale Alltag los. Die Kinder krabbeln aus ihren Betten und freuen sich auf´s Frühstück, wir Hunde stehen auf und freuen uns nach einer kurzen Garten-Pipi-Runde ebenfalls auf das Frühstück und Pflegefrauchen ist die jenige, die uns dann alle glücklich macht.

Zum Frühstück bekomme ich hier leckere Sachen, immer gekrönt von etwas Leberwurst, Hühnerherzen oder ähnlichem. Pflegefrauchen meint, ich wüßte nicht, dass sie in den Leckereien meine Tablette versteckt, aber ich bin ja nicht dumm. - Natürlich spucke ich die Tablette auch nicht aus, denn ich will ja gesund werden und das Leben zusammen mit meiner endgültigen Familie so richtig genießen.

Nach dem Frühstück genieße ich in der Regel ein Verdauungsschläfchen auf der Terrasse und schaue Pflegeherrchen beim Arbeiten zu.

Toll ist es, wenn die Kinder von der Schule nach Hause kommen. Denn dann ist hier "Rudelkuscheln" angesagt und ich werde ausgiebig und ordentlich gestreichelt und geknuddelt.

Eins muss ich sagen: es macht mir sehr viel Spaß, meine Pflegefamilie bei ihrem täglichen Tun zu beobachten. Gerne würde ich ihnen überall hinterher laufen und mit dabei sein, aber macht das mal mit so einem Klumpfuß!

Von daher beschränke ich mich auf ein paar kleine Garten-Runden am Tag und darf ab und zu mit den anderen zusammen kurz in den Wald. Da fahren wir dann mit dem Auto hin und ich habe Gelegenheit, mir die Beine zu vertreten (zumindest drei davon) und die vielen interessanten Gerüche in mir aufzusaugen.

Abends ist dann zuerst "Rodina-Pflege" mit Bürsten, Ohren sauber machen usw. und anschließend Relaxen angesagt. Entweder vor dem Sofa oder in einer kuscheligen Ecke mache ich es mir dann gemütlich und erhole mich von dem anstrengenden Tag. Ihr lacht? - Das ist unverschämt! - Lebt mal mit solch einem Klumpfuß, dann wisst Ihr, dass das tatsächlich sehr anstrengend ist....

Dank Retriever in Not und dank meiner Pflegefamilie darf ich alle drei Tage zu einer lieben Tierärztin zum Verbandswechsel gehen. Die in der Praxis sind immer ganz stolz, weil ich so brav bin und mir jedes Mal sehr geduldig einen neuen, schönen Verband verpassen lasse. - Würde jeder andere Hund an meiner Stelle aber auch tun, denn die Tierärzte sind immer sehr nett und vorsichtig.

Tja. Nun muss alles heilen, ich brauche Geduld, meine Pflegefamilie auch. Und dann brauche ich vor allem eins: ein liebevolles, endgültiges Zuhause!

Rodina - Die schwarze Perle am Ziel!

Heute möchte ich, Rodina, mal selbst erzählen, was mich die letzten Monate so bewegt hat.

Das waren nicht die OPs und die Schmerzen, die Verbandswechsel und die lästigen Tierarzt-Besuche. Nein, meine Gedanken drehten sich einzig um eine Sache, nämlich darum, wie ich es wohl schaffen könnte, meine Pflegefamilie so um die Pfote zu wickeln, dass sie micht nicht mehr wegschickt.

Tja. Ich habe alles gegeben, was ich konnte! - Wirklich alles!

Und: ich habe gewonnen!

Ich darf hier bleiben, muss nicht mehr ausziehen!

Euch allen wünsche ich ein glückliches und gesundes Jahr 2015. Mein Jahr habe ich wundervoll angefangen: in meinem ganz eigenen endgültigen Zuhause!

Eure Rodina im Glück 

 


Sie möchten unsere Arbeit unterstützen oder einen Beitrag zur Behandlung von Rodina oder eines unserer anderen Schützlinge leisten? Wir freuen uns darüber! - Genaue Informationen zum Thema „Spenden“ finden Sie hier: www.retriever-in-not.de/ihre-hilfe/spendenkonto.html

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