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Tiersch(m)utz 

Tierschutz ist eine sehr emotionale Angelegenheit. Das war schon immer so. Über den einzuschlagenden Weg im Tierschutz kann man sehr verschiedener Meinung sein, was für den einen richtig ist, ist für den anderen die völlig falsche Richtung. Den einzig wahren Weg gibt es wohl nicht.

Wir von Retriever in Not e.V./Liberty for Dogs haben es uns zur Aufgabe gemacht, Zuchthunde aus Massenzuchten und Vermehrerfarmen zu retten und eine Familie für sie zu finden, in der sie endlich die Sonnenseite des Lebens kennen lernen. Dies ist uns bereits in weit über 8.000 Fällen gelungen. In kleinem Rahmen machen wir auch Aufklärungsarbeit zum Thema Hundehandel und Massenzucht, mit unseren Webseiten und den Geschichten unserer Hunde, mit der Pressearbeit des Vereins und den Homestorys unserer Pflegefamilien z.B. Mit dieser Arbeit hat Retriever in Not e.V./Liberty for Dogs in den vergangenen Jahren viele Menschen aufgeweckt und dazu angeregt, sich in vielfältiger Form für die Zuchthunde und gegen Massenzuchten einzusetzen.

Nicht immer ist oder war jeder mit unserer Arbeit einverstanden. Viele hatten andere Vorstellungen von Tierschutz, die sich manchmal nicht mit den unseren vereinbaren ließen. Für die einen macht RiN zu wenig Aufklärung, für andere fehlt der konkrete Versuch, Massenzuchten zu schließen. Natürlich kann man auch anders an das Thema herangehen. Wir bei Retriever in Not/Liberty for Dogs haben uns dafür entschieden, das zu tun, was in unserer Macht liegt: jetzt und hier und ganz direkt den Hunden zu helfen.

Dafür brauchen wir einen starken Verein. Die Arbeit von Retriever in Not e.V./Liberty for Dogs ruht seit Jahren auf drei starken Säulen: Vorstand und Vereinsmitglieder, die das formale Traggerüst unserer Tierschutzarbeit bilden, den Teams von Retriever in Not und Liberty for Dogs, die in Zusammenarbeit mit den Pflegestellen und allen anderen Helfern aus dem RiN-Club für die Betreuung und Vermittlung unserer Notfallhunde sorgen, und dem RiN-Büro, in dem die Verwaltungsarbeit abgewickelt wird. Bis auf die zwei bezahlten Arbeitsplätze im Büro für Organisation/Verwaltung und Buchhaltung arbeiten alle Teamler und Helfer von RiN/Liberty ehrenamtlich, d.h. unbezahlt und zusätzlich neben ihrer eigentlichen Berufstätigkeit.

In der Anfangsphase unserer Vereinsarbeit haben wir viel dazu lernen müssen. Als wir Ende 2003 die ersten Zuchthunde von Vermehrern abholen durften, haben wir tatsächlich Geld (ca. 100 € pro Hund) gezahlt. Wir hätten sie sonst nicht mitnehmen dürfen. Doch schon Anfang 2004 wurde im Team und unter den Mitgliedern darüber diskutiert, dass Massenzuchten und Hundehandel nur einzudämmen sein werden, wenn kein Geld mehr in die Taschen der Vermehrer fließt und niemand mehr dort Hunde kauft, egal ob einen jungen Welpen für die Familie oder eine alte Zuchthündin, um sie vor einer ungewissen Zukunft zu bewahren. Seitdem übernehmen wir Vermehrerhunde nur, wenn sie uns kostenlos übergeben werden. Und stellen fest, dass wir trotzdem kaum alle Hunde aufnehmen können, die uns von Züchtern oder Tierschützern angeboten werden. Wir erstatten die Kosten für nachgewiesene Impfungen und Chips. Aber in den meisten Fällen geht das Geld nicht an die Massenzüchter, sondern an die Tierschützer, die die Hunde gerettet und erstversorgt haben. Wir kaufen keine Hunde und wir verkaufen auch keine. Das gilt ganz besonders für die Übernahme so genannter Überproduktionen, junger Hunde, die nicht verkauft werden konnten. Den Welpenmarkt bedienen wir dabei nicht.

Auch den Umgang mit den Behörden mussten wir erst lernen. Der Vorwurf, wir würden ungeimpfte Hunde aus dem Ausland importieren, entstand aus dem fehlenden Anhang E bei den ersten Zuchthundetouren Ende 2003/Anfang 2004. Mit Anhang E wird eine zusätzliche Bescheinigung eines Tierarztes über den Zustand des Hundes bezeichnet. Die Veterinärärztin, die daraufhin unsere nächsten Touren überwachte, war von der Professionalität unserer Arbeit beeindruckt und lobte die logistische Meisterleistung unserer Fahrtkettentransporte. Seitdem arbeiten wir eng mit den Behörden zusammen. Einige wenige Monate später wurde der Anhang E übrigens abgeschafft. Hunde aus dem Ausland werden von Retriever in Not/Liberty for Dogs grundsätzlich nur aufgenommen, wenn eine gültige Impfung und ein Chip oder eine Tätowierung nachgewiesen werden können. Die Impfunterlagen befinden sich im RiN-Büro in der Akte des jeweiligen Hundes.

Knapp anderthalb Jahre nach der Gründung von Retriever in Not e.V. hatte der Verein eine schwere Krise, der Riss ging mitten durch Vorstand und Mitgliederschaft. Einige Teamler und Mitstreiter verließen RiN und engagierten sich zum Teil später in anderen Retrieverhilfsorganisationen. Der Verein und seine 1. Vorsitzende wurden damals mit einer Welle von anonymen (!) Anzeigen überschwemmt, die von übler Nachrede allgemein bis zum Vorwurf des Hundehandels und der Veruntreuung von Spendengeldern reichten. Die involvierten Behörden gingen gezwungenermaßen jeder auch noch so abstrusen anonymen Verdächtigung nach. Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wurden die angezeigten Personen in allen Fällen von jedem einzelnen Vorwurf freigesprochen.

Das Finanzamt als über die Gemeinnützigkeit wachende Behörde prüft seitdem die gemeinnützige Verwendung unserer Spendengelder mit besonderer Sorgfalt. In jedem Jahr forschen die Finanzbeamten genauestens nach, ob Tierschutzbeiträge und Spendengelder in die Betreuung und Versorgung unserer Notfallhunde, wie es auch der Vereinszweck vorsieht, zurückfließen. Wir sind nicht unfroh über diese Akribie der Finanzbehörden. Im Gegenteil: Die Gemeinnützigkeit unserer Tierschutzarbeit und damit die Seriösität unseres Vereins werden seither immer wieder amtlich bestätigt.

In verschiedenen Hundeforen tauchen jedoch immer wieder Diskussionen auf, in denen die vorgenannten Gerüchte gegen den Verein Retriever in Not e.V. und seinen Vorstand hartnäckig weiter getragen und verbreitet werden. Wir haben es aufgegeben, in diesen Threads mitzudiskutieren. Durch unsere Beteiligung wurden die Debatten nur angeheizt und erhielten neuen Auftrieb, jede Gegendarstellung von uns wurde bisher in der Luft zerrissen und die Diskussion mit haltlosen Anschuldigungen wieder neu entfacht.

Stattdessen haben wir unsere Energie darauf verwendet, unsere Arbeit noch besser zu machen. Wir sind einer der ersten Vereine, der seine Tiertransporte nur noch nach dem System TRACES durchführt (Lesen Sie dazu auch „Unsere Tiertransporte“). Unsere Transporte und die Ausbildung der Fahrer entsprechen den neuesten Transportrichtlinien. Und unsere Hundevermittlung wurde von den Veterinärbehörden der Stadt Soest nach §11 TSchG geprüft.

Für Unbeteiligte ist das ganze Gerede fast nicht zu durchschauen. Wer sich durch diese Gerüchteküche verunsichert fühlt und auf unseren Webseiten nicht genügend Antworten auf seine Fragen findet, kann sich gern direkt an uns wenden. Persönliche Anfragen zu unserer Arbeit beantworten wir gerne und so ausführlich wie möglich.

Kontakt: info@retriever-in-not.de 

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